{"id":11114,"date":"2024-03-13T19:29:20","date_gmt":"2024-03-13T17:29:20","guid":{"rendered":"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/?p=11114"},"modified":"2024-03-13T19:29:20","modified_gmt":"2024-03-13T17:29:20","slug":"der-groesste-friedhof-der-welt-die-exkursion-der-q2-nach-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/?p=11114","title":{"rendered":"Der gr\u00f6\u00dfte Friedhof der Welt &#8211; Die Exkursion der Q2 nach Polen"},"content":{"rendered":"<p>Nach drei Jahren Corona-Pause war es f\u00fcr eine Projektgruppe der Q2 nun wieder m\u00f6glich, die Exkursion nach Polen anzutreten. Dort angekommen verbrachten wir den ersten von f\u00fcnf Tagen in der Studentenstadt Krakau. Am folgenden Morgen machten wir eine Stadtr\u00fchrung mit unserem netten Guide Christian, der uns viel \u00fcber die Entstehung der Studentenstadt erz\u00e4hlte und uns mit seinen Erfahrungen einen ersten Einblick in die Lage in Polen verschaffte. Nach der Tour hatten wir nat\u00fcrlich auch Zeit, die Stadt selbst ein wenig zu erkunden.<br \/>\nTags darauf wurden wir mit versp\u00e4tetem Bustransfer zu unserer n\u00e4chsten Unterkunft gebracht, von der wir einen direkten Blick auf das Stammlager Auschwitz I hatten. Am n\u00e4chsten Morgen ging der emotionale Teil der Reise los.<br \/>\nEs lag eine gewisse Bedr\u00fccktheit in der Luft. Im Stammlager angekommen lernten wir Joanna kennen, die uns durch beide Konzentrationslager f\u00fchrte. Die Baracken des Stammlagers wurden zu Ausstellungen umfunktioniert, wodurch man sich pers\u00f6nliche Schicksale in Briefen oder Bildern oder originale Gegenst\u00e4nde wie Schuhe, Kleidung, B\u00fcrsten und selbst Haare anschauen konnte. Besonders bedr\u00fcckend wirkten auf viele von uns die Kleidung und Bilder von den Kindern, f\u00fcr die es in Auschwitz I eine eigene Ausstellung gab.<br \/>\nDie im Stammlager dargestellten Ausstellungen thematisierten gr\u00f6\u00dftenteils das Leben in Auschwitz-Birkenau und nur teilweise das Leben im kleineren Stammlager Auschwitz I. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung waren die sogenannten \u201eL\u00e4nderausstellungen\u201c, die von verschiedenen Heimatl\u00e4ndern der Opfer gestaltet wurden. In der neu er\u00f6ffneten \u00f6sterreichischen Landesausstellung konnte man zum Beispiel in einem digitalen Archiv die Daten der Opfer, aber auch die der T\u00e4ter zur\u00fcckverfolgen. Nach einer vierst\u00fcndigen Tour durften wir Sch\u00fcler und nat\u00fcrlich auch Frau Laule und Herrn B\u00fcnstorf das Gel\u00e4nde eigenst\u00e4ndig nochmals erkunden.<br \/>\nNach dieser gef\u00fchlsintensiven Tour reflektierten wir abends zusammen im Plenum, was wir gef\u00fchlt und gesehen hatten. Diese Reflexionen wurden gest\u00fctzt durch verschiedene Pr\u00e4sentationen, die vor der Fahrt vorbereitet worden.<br \/>\nAuf Stammlager I folgt am n\u00e4chsten Tag um 8 Uhr morgens das gr\u00f6\u00dfte Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Erst als wir vor dem Tor von Auschwitz-Birkenau standen, wurde vielen bewusst, was f\u00fcr eine enorme Gr\u00f6\u00dfe dieses Konzentrationslager im Vergleich zum Stammlager hat und wie perfide, fast schon industriell das ganze Vernichtungssystem der Nationalsozialisten aufgebaut war. Birkenau wurde im Gegensatz zum Stammlager authentisch gehalten. Es werden dort zwar Instandhaltungsarbeiten betrieben, doch die Authentizit\u00e4t des Lagers bleibt bestehen, wodurch man einen gr\u00f6\u00dferen Bezug zum Leid der vielen Menschen herstellen konnte. Die Gaskammern wurden zwar 1945 vor Ankunft der Alliierten gesprengt, um Beweise zu vernichten, doch alleine die Ruinen l\u00f6sten in allen von uns eine extreme Niedergeschlagenheit aus.<br \/>\nNach dem Besuch von beiden Konzentrationslagern k\u00f6nnen wir uns nur bei den Lehrern Frau Laule und Herrn B\u00fcnstorf bedanken, dass sie solch eine Fahrt organisieren und begleiten. Au\u00dferdem m\u00f6chten wir an jeden appellieren, sich \u00fcber das Leid dieser Millionen Menschen bewusst zu sein. So etwas darf nicht mehr passieren und jeder sollte sich klarmachen, wie grausam und vor allem real dieser Genozid war.<\/p>\n<p>Eric Olderdissen, Robin B\u00f6cken (Q2)<br \/>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-11114 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1194.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1194-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1195.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1195-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1196.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_1196-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach drei Jahren Corona-Pause war es f\u00fcr eine Projektgruppe der Q2 nun wieder m\u00f6glich, die Exkursion nach Polen anzutreten. 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