{"id":6922,"date":"2020-02-18T18:58:27","date_gmt":"2020-02-18T16:58:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/?p=6922"},"modified":"2020-02-18T18:58:36","modified_gmt":"2020-02-18T16:58:36","slug":"stadterkundung-mal-anders-exkursion-des-q1-geschichts-lks-nach-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gymnasium-odenkirchen.de\/wordpress\/?p=6922","title":{"rendered":"Stadterkundung mal anders &#8211; Exkursion des Q1-Geschichts-LKs nach K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p><em>Am Dienstag, den 21. Januar 2020, machte sich der derzeitige Geschichte-Leistungskurs der Q1 in Begleitung von Frau Gebbeken auf den Weg nach K\u00f6ln, um an einer Entdeckungstour der etwas anderen Art teilzunehmen und Einblicke in die Stadt vor 100 Jahren zu erhalten. Ausgangspunkt der Exkursion war das Unterrichtsthema &#8222;Die Deutsche Frage im 19. Jahrhundert&#8220;, welches zuvor im Unterricht behandelt worden war.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Acht Uhr, Bahnhof Odenkirchen. Verschlafene, verfrorene und verwirrte Gesichter be\u00e4ugten misstrauisch die Hochspannungsleitungen beim Einfahren unseres Zuges, die durch den Frost das doch eigentlich schon vergangene Silvester mit einem \u00fcppigen Funkenregen&nbsp;nachholten. &#8222;Bombenentsch\u00e4rfung in K\u00f6ln&#8220; lie\u00dfen die Nachrichten ungemein vertrauenserweckend verlauten.&nbsp;So ungef\u00e4hr startete die eint\u00e4gige <strong>Exkursion des Leistungskurses Geschichte der Jahrgangsstufe Q1&nbsp;<\/strong>nach K\u00f6ln, und zugegeben, am Bahnhof hielt sich die Motivation der meisten Langschl\u00e4fer*innen eher in Grenzen. Doch bereits kurz nach der Ankunft in K\u00f6ln, einer eigenen kleinen Entdeckungstour durch die ein oder andere B\u00e4ckerei und einer etwas holprigen U-Bahn-Fahrt \u00e4nderte sich die Stimmung schlagartig, als wir von unserer <strong>Stadtf\u00fchrerin<\/strong> begr\u00fc\u00dft wurden. Vermutlich h\u00e4tten wir sogar gel\u00e4chelt, w\u00e4re uns der Gesichtsausdruck nicht beim Verlassen des Zuges eingefroren. Bevor jenes Schicksal, das dem ein oder anderen eine durchaus skurrile Gesichtskirmes ins Gesicht zauberte, auch unseren F\u00fc\u00dfen h\u00e4tte widerfahren k\u00f6nnen, marschierten wir jedoch schon los, vorbei an riesigen Denkm\u00e4lern mit eingedelltem Kopf, schmalen Gassen und fast schon mittelalterlichen Kulissen, die wir sonst vermutlich eher nicht passiert h\u00e4tten. Immer wieder hielten wir an, um den kuriosesten Berichten unserer Stadtf\u00fchrerin \u00fcber das <strong>Aussehen der Stra\u00dfen vor etwas mehr als einem Jahrhundert sowie das Leben in K\u00f6ln vor ungef\u00e4hr 100 Jahren<\/strong> zu lauschen und ab und zu \u00fcber die Angst der Menschen vor 18 km\/h schnellen Eisenbahnen und der Gefahr, dass man in ebenjenen Fahrzeugen leicht von einer Hutnadel erstochen werden konnte, zu schmunzeln.<\/p>\n<p>Um 11:00 Uhr kamen wir schlie\u00dflich am vermutlich interessantesten Programmpunkt des Tages, dem <strong>TimeRide<\/strong>, an. Wer bis hier hin noch nicht recht wusste, warum er sich zuvor durch die klirrende K\u00e4lte gequ\u00e4lt und flei\u00dfig Eiskristalle auf den Augenbrauen gez\u00fcchtet hatte, der erlangte sp\u00e4testens jetzt die Erleuchtung, als <strong>das gerade frisch aufgenommene Wissen direkt zum Einsatz<\/strong> kam. Neben dem sogenannten &#8222;<strong>Kaiserpanorama<\/strong>&#8222;, mit dessen Hilfe man K\u00f6lner Sehensw\u00fcrdigkeiten damals und heute vergleichen konnte, und einem <strong>kurzen Film quer durch die Stadtgeschichte&nbsp;<\/strong>wurde die Meute schlie\u00dflich in eine alte Stra\u00dfenbahn gef\u00fchrt und mit <strong>&#8222;Virtual Reality&#8220;-Brillen<\/strong> ausgestattet, um f\u00fcr ein paar Minuten in eine digitale&nbsp;<strong>360\u00b0-Nachbildung der Stadt zur Kaiserzeit<\/strong> einzutauchen. So verwirrt unsere ersten Gedanken noch um &#8222;Verdammt, mein K\u00f6rper ist weg.&#8220;, &#8222;Wo zum Henker bin ich?&#8220; und &#8222;Ich habe mein Bein gerade gegen den Holzpfosten gehauen.&#8220; kreisten, so fasziniert waren wir bereits wenige Sekunden sp\u00e4ter von der Welt, die sich uns auftat und die sich im \u00dcbrigen als genau die Strecke herausstellte, die wir am Morgen zur\u00fcckgelegt hatten. Und selbst diejenigen, die des Vergleichens von alt und neu m\u00fcde waren, kamen auf ihre Kosten und konnten kleine Streitigkeiten auf der Stra\u00dfe oder unvorsichtige Zeitgenossen, die gerade einen Abgang in den Rhein machten, beobachten. &#8222;Die Zeit verfliegt, wenn es am sch\u00f6nsten ist.&#8220;, lautet ein altes Sprichwort. Genau dieses Gef\u00fchl hatte wohl auch der wissbegierige Geschichts-LK, als die so fremde und gleichzeitig irgendwie vertraute Welt pl\u00f6tzlich wieder schwarz wurde und die meisten sich ein weiteres Mal an diesem Tag etwas unbeholfen umsahen (und dabei nichts sahen, weil sie die VR-Brillen noch nicht abgelegt hatten).<\/p>\n<p>Nach einer derart ungew\u00f6hnlichen Erkundungstour rundete ein Teil des Kurses schlie\u00dflich den Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen ab, um die neuen Eindr\u00fccke wahlweise zusammen mit einer Pizza und einer hei\u00dfen Schokolade zu verdauen. Aber auch wenn die Geschm\u00e4cker sp\u00e4testens hier auseinander gehen, waren sich wohl alle einig: Diese Exkursion hat sich gelohnt! Und wer wei\u00df, vielleicht geht der ein oder andere von uns w\u00e4hrend der Abiturklausur auch noch einmal kurz auf eine virtuelle Stra\u00dfenbahnfahrt durch die Kaiserzeit.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sei noch ein herzliches Dankesch\u00f6n an Frau Gebbeken gerichtet, die diese Exkursion organisiert, die Rasselbande den Tag \u00fcber beaufsichtigt und sich vielleicht auch das Bein an einem der Pfosten in der Stra\u00dfenbahn angehauen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag, den 21. Januar 2020, machte sich der derzeitige Geschichte-Leistungskurs der Q1 in Begleitung von Frau Gebbeken auf den Weg nach K\u00f6ln, um an einer Entdeckungstour der etwas anderen Art teilzunehmen und Einblicke in die Stadt vor 100 Jahren zu erhalten. Ausgangspunkt der Exkursion war das Unterrichtsthema &#8222;Die Deutsche Frage im 19. 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