Fantastische Schulprojekte – Drehtür-Präsentation am GO

Am Donnerstag, 13.06.2019, präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Drehtür-AG ein weiteres Mal vielen Begeisterten und Interessierten ihre hart erarbeiteten und über ein halbes Jahr ausgefeilten Projekte. Neben den vielen unterschiedlichen, vielfältigen Arbeiten standen besonders die Schülerinnen und Schüler der „Drehtür Junior“, die zum ersten Mal den Präsentationstag bereicherten, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein Blick hinter die Kulissen:

Egal ob Tanz, Frauenfußball, Orgelbau oder Griechische Mythologie: Wie in jedem Jahr bot der Drehtür-Präsentationstag Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie allen Interessierten die Möglichkeit, sich einmal Projekten der etwas anderen Art zu widmen, über Dinge nachzudenken, die man im gewöhnlichen Schulunterricht nie behandeln würde, Neues zu erkunden und natürlich ganz viel Wissen zu sammeln, mit dem man später angeben kann. Und nicht nur für die Besucherinnen und Besucher ist es ein besonderer Tag: Vor allem für die vielen engagierten Teilnehmenden ist es jedes Jahr aufs Neue eine einmalige Gelegenheit, ihr außergewöhnliches Können und ihre Leistungsstärke professionell darzubieten.

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Ein halbes Jahr wurde hart gearbeitet, recherchiert, zum Teil sogar auf der Suche nach Spezialisten umhergereist, der 

ein oder andere Feldversuch durchgeführt, ein Exponat oder Modell gebastelt, die PowerPoint zum zweiundzwanzigsten Mal durchgelesen, gegrübelt, gelegentlich auch noch einmal von Null angefangen: all das, um einen Nachmittag lang eine selbst gewählte Thematik vorzustellen. Endlich war er da, der große Tag, auf den sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Paten, Mentoren/-innen und unseren Koordinatoren Herrn Schmitz und Frau Laule intensiv vorbereitet hatten.

Bevor es allerdings losgehen konnte, musste erstmal die Aula samt angrenzenden Räumen, vor allem dem nebenstehenden Musikraum für die Drehtür Junior Truppe, hergerichtet werden. Für ohnehin schon vom anstrengenden Schultag zermürbte Schülernerven hieß das: schwitzen, Stühle schleppen, Stellwände einparken, die schönsten Tische noch vor den Anderen suchen und die Stellwände mit unzähligen Stecknadeln pflastern. Gut drei Stunden dauerten die Vorbereitungen, dann konnte glücklicherweise eine durch die Schulleitung gesponserte Pizzarunde Abhilfe schaffen. Und doch war dem ein oder anderen Gesicht, das da an seiner Margherita knabberte, eine gewisse Aufregung anzusehen. Um Punkt drei Uhr (oder drei Uhr eins, oder drei Uhr zwei, oder auch drei Uhr fünf…) fand sich unser gestandenes Team dann auf der weitläufigen Aulabühne ein, um die Begrüßung zu proben. Dabei schaffte es tatsächlich der ein oder andere Lacher, die Anspannung zu mildern, und doch war das Erwarten der kommenden Präsentation nun deutlich spürbar (was ganz sicher nicht nur an den sommerlichen Temperaturen, die den Saal an die Grenze zu einer Sauna trieben, lag).

Sechzehn Uhr (also Punkt sechzehn Uhr): Showdown. 2 Gruppen. 25 Projekte. 31 Referentinnen und Referenten. Ungefähr dreimal so viele Besucher*innen. Und ein vorauseilendes Ziel: zeigen, dass Schule mehr ist als nur starres „Büffeln“, Langeweile pur und völlig veraltete Lehrmethoden. Zeigen, dass Schule leistungsstarken Schüler*innen 

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besondere Freiräume schaffen kann, die effektiv genutzt werden. Zeigen, wozu Schüler*innen fähig sein können.

Unter der souveränen Anmoderation durch Sarah (Drehtür Junior) und Leonard („große“ Drehtür) begann das Programm mit einer kurzen Vorstellungsrunde, den Programmpunkten und den diesjährigen Besonderheiten, bevor sich die Masse in die einzelnen Projekte zerstreute. Wo soll man da bloß anfangen? Von Manatees in der Karibik führt unser „Gallery Walk“ weg von der Erde ins All, mit Blick auf unser Sonnensystem sowie schwarze und weiße Löcher, mit besonderer Vorsicht vor Strahlung; nach einem kurzen Abstecher zu den Maya die chinesischen Bauwerke begutachtet, dann fix nach Deutschland gezoomt auf den Spuren des Wolfs, bevor man in die virtuelle Welt voller Videospiele, Spielkonsolen und ewig komplizierten Programmiersprachen bis hin zu Künstlicher Intelligenz eintaucht; dabei dürfen natürlich auch nicht Sport und Ernährung,  analoges Spielen auf dem Kunstrasen oder andere Sportarten wie Capoeira zu kurz kommen, und zu guter Letzt bedienen alle, die noch nicht ihr Gedächtnis verloren, die Zunge beim Ausprobieren wirrer Dialekte verknotet oder bei der Geschichte des Backens nach Nervennahrung gesucht haben, neben einem kleinen Börsen-Crashkurs aktuelle Themen wie Umweltschutz, Fast Fashion oder Tierversuche mit ganz viel Input zum Nachdenken. Fragen stellen, Zuhören, Diskutieren und Feedback (natürlich anonym auf Feedback-Bögen) geben ausdrücklich erwünscht!

Weil die vielen neuen Impressionen, die lauernde Presse, hinterlistige Kameras und das immer neue Präsentieren der Projekte ganz schön anstrengend sind, versorgte die Schülerfirma

„Fair:OK!“ die hungrigen Gäste in der Pause mit Kuchen und dem heimischen Odenkirchen-Café, während sich die Referent*innen für Runde zwei regenerierten und ihre Stimmbänder, wenn auch nur kurz, schonen konnten. Nach ereignisreichen zwei Stunden wurde der Drehtür-Präsentationstag um achtzehn Uhr offiziell beendet; und dem tosenden Beifall der begeisterten Menge nach zu urteilen, war dieser ein weiteres Mal ein voller Erfolg.

Ein großes Dankeschön gilt natürlich den fleißigen und ehrgeizigen Schülerinnen und Schülern, die das ganze Projekt auf die Beine gestellt haben, den unermüdlich helfenden Mentorinnen und Mentoren, den nicht minder engagierten Patinnen und Paten für die organisatorische und beratende Hilfe, dem Hausmeisterteam und der Technik-AG für die Unterstützung beim Auf- und Abbau sowie der Schülerfirma für den tatkräftigen Catering-Service, den vielen Gästen, die unsere Hauptakteure in ihrer Sache bestärkt haben, und ganz besonders Frau Laule und Herrn Schmitz, ohne deren intensive Arbeit mit viel Herzblut dieses außergewöhnliche Projekt gar nicht erst möglich gewesen wäre.

Drehtür 2019 wird uns allen sicherlich noch eine Weile in Erinnerungen schwelgen lassen, und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja zur Drehtür 2020 wieder? The show must go on!

 

PS: In diesem Artikel sind 25 fantastische Schulprojekte versteckt. Finden Sie sie!